„Bei Skulduggerys trockenen Kommentaren muss ich oft grinsen“

„Bei Skulduggerys trockenen Kommentaren muss ich oft grinsen“ 06.02.2014

Interview mit Skulduggery-Übersetzerin Ursula Höfker
 
Ursula Höfker ist bereits seit dem ersten Band der Skulduggery-Bücher als Übersetzerin dabei. Wie sie zu dieser Ehre kam und wie sie beim Übersetzen vorgeht, erfahrt ihr in unserem Interview. Die Fragen wurden auf der Skulduggery-Facebookseite von der Community gestellt.  
 
Wie sind Sie dazu gekommen, die Skulduggery-Bücher zu übersetzen?
Ich hatte mit der zuständigen Lektorin im Verlag schon vorher zusammengearbeitet. Sie hat mir die Übersetzung angeboten. Ein Glücksfall für mich!
 
Was macht Ihnen am Übersetzen am meisten Spaß?
Die Suche nach dem richtigen Ausdruck, dem richtigen Bild, wenn es keine direkte Entsprechung im Deutschen gibt. Das „Erfinden“ neuer Begriffe wie Groteskerium, Sensenträger, Diablerie, Restanten u.s.w.  ist natürlich das Größte, und Skulduggery bietet da Spielraum für jede Menge Kreativität und Fantasie. Dafür liebe ich meinen Beruf.
 
Wie oft lachen Sie, wenn Sie das Orginal zum ersten Mal lesen?
Oh je, das kann ich nicht sagen. Bei Skulduggerys trockenen Kommentaren muss ich oft grinsen. Wenn sich die Gegner allerdings seitenlang die Mütze und Sonstiges polieren, stöhne ich auch schon mal. Da wäre dann meines Erachtens auch Schmerzensgeld für den Übersetzer angebracht J
 
Wie schwer ist es, den englischen Witz und die vielen Wortspiele ins Deutsche zu übersetzen?
Ich empfinde es nicht als schwierig, da hier der Spaß beim Übersetzen erst so richtig losgeht. (s. meine Antwort auf Frage 2)
 
Überlegen Sie sich auch die deutschen Titel?
Nein, das machen die Leute im Verlag, und sie machen das super, finde ich. Lediglich „Die Passage der Totenbeschwörer“ hat mir nicht so gut gefallen.
 
Warum haben Sie sich entschieden, einige Namen ins Deutsche zu übersetzen und andere nicht?
Valkyrie Cane musste übersetzt werden, da Stephanie sich lange Gedanken um ihren neuen Namen gemacht hat und die Leser diese sonst nicht hätten nachvollziehen können. Bei Grässlich Schneider, Bison Drachenfang, den Flimmer-Girls, Quatsch-Pete, Blitzer-Dave oder Schreck Jones wollte ich dieselben Assoziationen herstellen wie im Englischen. Oft habe ich die Namen durch Umstellen oder Weglassen von Buchstaben auch nur ein wenig „eingedeutscht“ (Dalrymple wurde zu Dalrympel, Scrutinous zu Scrutinus), damit man beim Lesen nicht stolpert. Und Madame Mist wurde zu Misty, weil „Mist“ im Deutschen nun mal eine ganz andere Bedeutung hat als im Englischen und ich ihr die nicht anhängen wollte.
 
Warum haben Sie sich entschieden „adepts“ mit „Alchemisten“ zu übersetzen?
Um sie von den diversen anderen Magiern zu unterscheiden und weil mit dem Begriff „Adept“ nur sehr wenige Leser etwas hätten anfangen können. Adept kommt vom lateinischen „adeptus“ und bedeutet „einer, der etwas erlangt hat“, sich also bestens in einer Sache auskennt. Alchemisten sind unter den Wissenschafts-Magiern diejenigen, die es am weitesten gebracht haben, deshalb hielt ich die Übertragung in dieser Form für vertretbar.
 
Wenn Sie sich einen der Toten Männer aussuchen müssten, um mit ihm für einen Tag ein verdächtiges Haus zu beobachten, welchen würden Sie wählen?
Ganz klar Dexter Vex!
 
Wer ist Ihre Lieblingsfigur aus dem Skulduggery-Universum?
Grässlich Schneidert ihr in unserem Interview, dessen Fragen wir auf der Skulduggery-Facebookseite gesammelt haben.
 
Hier beantwortet sie die Fragen, die Skulduggery-Leser über die Skulduggery-Facebookseite an sie gerichtet haben.
 
Wie sind Sie dazu gekommen, die Skulduggery-Bücher zu übersetzen?
Ich hatte mit der zuständigen Lektorin im Verlag schon vorher zusammengearbeitet. Sie hat mir die Übersetzung angeboten. Ein Glücksfall für mich!
 
Was macht Ihnen am Übersetzen am meisten Spaß?
Die Suche nach dem richtigen Ausdruck, dem richtigen Bild, wenn es keine direkte Entsprechung im Deutschen gibt. Das „Erfinden“ neuer Begriffe wie Groteskerium, Sensenträger, Diablerie, Restanten u.s.w.  ist natürlich das Größte, und Skulduggery bietet da Spielraum für jede Menge Kreativität und Fantasie. Dafür liebe ich meinen Beruf.
 
Wie oft lachen Sie, wenn Sie das Orginal zum ersten Mal lesen?
Oh je, das kann ich nicht sagen. Bei Skulduggerys trockenen Kommentaren muss ich oft grinsen. Wenn sich die Gegner allerdings seitenlang die Mütze und Sonstiges polieren, stöhne ich auch schon mal. Da wäre dann meines Erachtens auch Schmerzensgeld für den Übersetzer angebracht J
 
Wie schwer ist es, den englischen Witz und die vielen Wortspiele ins Deutsche zu übersetzen?
Ich empfinde es nicht als schwierig, da hier der Spaß beim Übersetzen erst so richtig losgeht. (s. meine Antwort auf Frage 2)
 
Überlegen Sie sich auch die deutschen Titel?
Nein, das machen die Leute im Verlag, und sie machen das super, finde ich. Lediglich „Die Passage der Totenbeschwörer“ hat mir nicht so gut gefallen.
 
Warum haben Sie sich entschieden, einige Namen ins Deutsche zu übersetzen und andere nicht?
Valkyrie Cane musste übersetzt werden, da Stephanie sich lange Gedanken um ihren neuen Namen gemacht hat und die Leser diese sonst nicht hätten nachvollziehen können. Bei Grässlich Schneider, Bison Drachenfang, den Flimmer-Girls, Quatsch-Pete, Blitzer-Dave oder Schreck Jones wollte ich dieselben Assoziationen herstellen wie im Englischen. Oft habe ich die Namen durch Umstellen oder Weglassen von Buchstaben auch nur ein wenig „eingedeutscht“ (Dalrymple wurde zu Dalrympel, Scrutinous zu Scrutinus), damit man beim Lesen nicht stolpert. Und Madame Mist wurde zu Misty, weil „Mist“ im Deutschen nun mal eine ganz andere Bedeutung als im Englischen hat und ich ihr die nicht anhängen wollte.
 
Warum haben Sie sich entschieden „adepts“ mit „Alchemisten“ zu übersetzen?
Um sie von den diversen anderen Magiern zu unterscheiden und weil mit dem Begriff „Adept“ nur sehr wenige Leser etwas hätten anfangen können. Adept kommt vom lateinischen „adeptus“ und bedeutet „einer, der etwas erlangt hat“, sich also bestens in einer Sache auskennt. Alchemisten sind unter den Wissenschafts-Magiern diejenigen, die es am weitesten gebracht haben, deshalb hielt ich die Übertragung in dieser Form für vertretbar.
 
Wenn Sie sich einen der Toten Männer aussuchen müssten, um mit ihm für einen Tag ein verdächtiges Haus zu beobachten, welchen würden Sie wählen?
Ganz klar Dexter Vex!
 
Wer ist Ihre Lieblingsfigur aus dem Skulduggery-Universum?
Grässlich Schneider